005 An der Boje

kolibri

Wir sind froh, wieder an der Boje zu sein

Die letzten Tage plätscherten so vor sich hin. Es gab viel an Bord zu erledigen und auch die vor Dreck stehende Wäsche musste gewaschen werden.

Oli beschäftigt sich derzeit mit unserem Kurzwellenfunk und unserem Solarpanel. Henrik aus München, ein begnadeter Funker, unterstützt ihn hierbei tatkräftig. Vielen Dank hierfür, das hilft uns wirklich sehr weiter. Für mich ist das aller schönste dabei, dass es sich für mich anhört, als würden wir Sprachen aus dem All empfangen, die beiden Jungs sich aber riesig darüber freuen, wie gut das mit dem Funken doch schon funktioniert. Es bleibt auf jeden Fall eine spannende Materie.

Zudem sind wir dabei Schritt für Schritt das Boot nochmals genau unter die Lupe zu nehmen. Und dann war da doch noch was. Wo ist denn Oli plötzlich hin? Wer ihn findet kommt vorbei und bekommt einen Rum-Punch oder eine kalte Cola 🙂 Viel Spaß beim Suchen…

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Unser Bord-Kolibri

Ich habe es mir in den Kopf gesetzt ein tolles Foto von unserem Bord Kolibri zu schießen. Das stellt sich allerdings etwas schwierig heraus. Entweder ich habe keine Kamera und kein Handy dabei, dann fliegt er umher und unterhält sich mit mir, oder ich habe eine Kamera in der Hand, dann ist er plötzlich ganz schnell weg.

Ich habe jedoch das Gefühl, dass er immer zutraulicher wird. Das macht die Sache aber auch nicht besser. Er schafft es gezielt sich so zu platzieren, dass er da zwar sitzt, ich aber eine Wante oder etwas anderes vor der Linse habe, oder er sich so dreht, dass ich auf keinen Fall sein buntes Federkleid sehen kann. Und von einem fliegenden Foto ist noch gar nicht zu sprechen. Wir befinden uns in der Übungsphase.

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Hinzu kommt, dass wir derzeit nicht baden dürfen. Etwas gemeine Bakterien haben sich im Wasser angesiedelt und krank werden finde wir derzeit nicht so cool. Aber der Wind pustet ordentlich und wir genießen die Zeit zurück an der Boje.

Ach ja nebenbei haben wir noch Teile unserer Kombüse neu eingelassen, um das Holz zu schonen. Aufgaben die wir gerne jetzt erledigen, um später beruhigt starteten zu können.

Und da sind sie wieder, die altbewährten Pakete

Da wir wegen Corona unseren ersten Besuch leider nicht auf Martinique empfangen können und noch ein paar Sachen aus Deutschland auf dem Plan standen, verschickten wir erneut ein Päckchen. Hierbei bedanken wir uns bei allen ganz herzlich, die beim Zusammensuchen, Zusammenbringen, Besorgen, Einpacken und Versenden mit beteiligt waren. Es soll die nächsten Tage ankommen und wir freuen uns darauf…

Aus diesem Grund war es die letzte Zeit still um uns…

Oben erzähle ich noch, dass wir es etwas uncool finden krank zu werden. Aber leider ist uns genau das die letzten Tage passiert. Da wir zu Beginn unserer Reise so viele Stechmücken an Bord hatten, war wohl die ein oder andere infizierte Mücke dabei. So hat uns das Dengue-Fieber lahm gelegt. Von den letzten Tagen gibt es daher leider nicht wirklich viel zu berichten. Wir lagen krank im Bett und versuchten uns so schnell wie möglich auszukurieren.

Nebenbei spielten wir das Fenster öffnen- Fenster schließen Spiel. Das Wetter war so karibisch die letzten Tage und es gab nicht arg viel anderes als Regen zu sehen. Wir öffneten die Fenster, bis der nächste Regenguss innerhalb von Sekunden Vorlaufzeit vom Himmel strömte, um sie dann schnellst möglich wieder zu schließen, um nicht im Wasserbett zu liegen. Ein bisschen Beschäftigung schadet schließlich nicht.

regen

So geht es weiter

Uns reicht es jetzt auf jeden Fall vom Krank sein. Und zudem hat Martinique eine mehrwöchige Ausgangssperre verhängt. Das sind jetzt zwei Faktoren, die uns derzeit nicht mehr ganz so sehr begeistern. Aber es bleibt uns Zeit: Zeit zum erneuten Ausprobieren der Funkwellen, Zeit, um das Solarpanel in Betrieb zu nehmen und Zeit, um den neuen Herd einzubauen und natürlich Zeit, um gesund zu werden. Dann melden wir uns, wie es hier weiter geht und was so als nächstes auf uns zukommt.

Was wir aber jetzt schon sagen können: Die Menschen hier haben Herz. Als wir gestern auf dem Weg zum Einkaufen feststellten, dass die Regengüsse unseren Sprit etwas verdünnt hatten und wir mitten in der Hafeneinfahrt liegen blieben, schleppten uns drei freundliche Jungs an den Steg zu Kai. Sich gegenseitig zu helfen gehört auch hier ganz vorne mit dazu. Wir haben uns sehr gefreut…

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2 Kommentare

  1. Euch gute Besserung! Besser vor dem großen Törn.
    Hab Oli gefunden: hoch auf dem (nein nicht gelben Wagen) Masten.
    Warum ist Oli eigentlich auf den Mast geklettert? Habt ihr da oben den Rum versteckt?
    Gruß aus Ulm
    Rita

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