Gemeinsamkeiten der verschiedenen Segelbootarten

Im Folgenden werden verschiedene Segelbootarten vorgestellt. Alle haben gemeinsam, dass sie durch den Wind und somit ohne Motorkraft angetrieben werden. Sie besitzen ein Segel, in das der Wind eindringt und sie fortbewegt. Auch wenn jede Art des Segelns ganz eigene Vorteile und Vorzüge besitzt haben sie dennoch etwas gemeinsam: Unabhängig und frei zu sein, wie der Wind!

Das Windsurfen

Es gibt ganz unterschiedliche Arten des Segelsports. Hierzu gehört auch das Windsurfen. Beim Windsurfen steht man auf einem Art „Surfbrett“. Das Segel ist direkt mit dem „Surfbrett“ verbunden und wird von Hand gehalten.

windsurfen

Die Jolle

Die Jolle ist vom Grundaufbau schon ähnlich wie ein großes Segelboot. Der wirkliche Unterschied ist die Bauart, die bei der Jolle, im Gegensatz zur Segelyacht, formstabil ist. Das bedeutet, dass ein Kentern bei zu viel Winddruck möglich ist. Um ein Kentern zu vermeiden ist die komplette Crew gefragt. Die Crew muss ihr Gewicht in Richtung Luv (Richtung des Windes) so verlagern, damit sie ein Gegengewicht gegen den Wind erzeugt. Man steuert die Jolle mit Hilfe einer Pinne.

Funktionsweise der Pinne

Vereinfacht gesagt ist die Pinne ein Brett (Ruderblatt), das achtern (hinten) aus der Jolle im Wasser hängt. Durch ein Lenken an der Pinne wird das Ruderblatt seitlich gestellt und der dadurch auftretende Wasserdruck auf dem Ruderblatt dreht die Jolle. Dem Abdrift (=Verschiebung gegen die Fahrtrichtung) wirkt man hierbei meistens mit einem steckbaren Schwert entgegen.Jolle kleinraumer-wind-halse

Die Segelyacht als Segelbootart

Bei den Segelyachten handelt es sich meist um gewichtsstabile Segelboote. Das heißt, dass sie anstatt eines einfachen Schwertes einen Kiel haben, an dem sich die Kielbombe befindet. Die Kielbombe bei Segelbooten ist ein Gewicht, das meistens aus Blei besteht und durch seinen Tiefgang einen guten Hebel als Gegendruck zu den drückenden Segeln hat.

Dieses Gewicht kommt durch das Verkleinern der Segelfläche, bedingt durch die größere Schräglage und den größer werdenden Hebel stärker zum Tragen. Ein Kentern wird nahezu unmöglich, da das Gewicht die Segel-Yacht selbst bei einer Querlage wieder aufrichtet.

Die größeren Segelyachten steuert man meist mit einer Radsteuerung. Diese hat auch ein Steuerblatt im Wasser, das jedoch über eine Umlenkung auf das Steuerrad läuft. Der Vorteil hiervon ist, dass man durch die Übersetzung weniger Kraft benötigt. Allerdings dauert das Erreichen einer Hartruderlage (Ruderblatt ganz     links oder rechts) um einiges länger, als bei der Pinnensteuerung.

segelyacht

Katamaran und Trimaran

Den Katamaran und den Trimaran nennt man auch Mehrrumpfboote. Beide verfügen über 2 Ruderblätter, die an den äußeren Rümpfen/ Schwimmkörpern befestigt sind. Dem Abdrift wirkt man hier auch mittels Schwertern entgegen.

Im Gegensatz zu anderen Segelbooten, die bedingt durch einen Auflagepunkt (da ja nur 1 Rumpf) mit Schräglage segeln, besitzen der Katamaran und der Trimaran mehrere Auflagepunkte. Diese verhindern die Schräglage.

Der wesentliche Unterschied zwischen Katamaran und Trimaran ist, dass der Katamaran 2 Rümpfe hat, der Trimaran hingegen einen mittigen Rumpf und 2 Schwimmkörper.

Beim Mehrrumpfboot wird die Segelfläche beim Segeln nicht durch die Schräglage verkleinert. Hierdurch erreicht man höhere Geschwindigkeiten.

Kentergefahr

Dadurch, dass ein Katamaran/Trimaran keine Kielbombe besitzt kann er, ebenso wie eine Jolle, kentern.

katamaran

Fazit der Segelbootarten

Welche Segelbootart man bevorzugt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer zum Beispiel schon öfter eine Jolle gesegelt ist, kann dennoch auf einer Segelyacht ganz neue Erfahrungen machen. Auch das Windsurfen bietet eine andere Herausforderung, als ein Törn auf einem Mehrrumpfboot.

Ich persönlich bevorzuge eine Segelyacht, da das Segeln in Schräglage in mir ein mega gutes Gefühl auslöst. Dennoch sieht es fantastisch aus, wenn andere Crews im Netz ihres Katamarans auspannen, kleine Crews alles aus ihrer Jolle heraus holen oder ein Windsurfer im Abendrot mit dem Wind seine Bahnen zieht. Wir haben doch alle etwas gemeinsam: Die Liebe zum Wasser und zu Wind.