Inselkette der südöstlichen Karibik

Auf dieser Seite werden die kleinen Antillender Karibik in einem kurzen Überblick dargestellt. Es gibt sehr viele Reiseführer die ausführliche Tipps und Tricks bereit halten. Unsere Seite soll eher denen dienen, die sich kompakte Anregungen holen möchten, was es auf den Inseln zu tun und zu entdecken gibt.

Welche Inseln gehören dazu?

Als Kleine Antillen wird eine Inselkette in der südöstlichen Karibik bezeichnet. Die Inselkette erstreckt sich von den Jungferninseln im Norden bis nach Grenada im Süden. Zudem gehören Trinidad und Tobago an der venezolanischen Küste dazu. Und auch Barbados, sowie die ABC Inseln sind Teil der Kleinen Antillen.

Entstehung

Zum Großteil entstanden die Inseln aus vulkanischen Aktivitäten und bieten dadurch landschaftlich faszinierende Vielfalten. Vom Wandern in hohen Höhen, über Spaziergänge im Regenwald, Schnorcheln und Tauchen im karibischen Meer bis hin zum Entspannen am Strand bei einem kühlen Cocktail ist hier alles möglich.

Die Inselstrukturen und Besonderheiten

Die Inseln haben je zwei Seiten. Die etwas rauere, gefährlichere Seite des Atlantiks mit hoher Brandung, die zum Baden meist ungeeignet ist. Zudem die ruhigere karibische Seite, ohne große Wellen. Hier ist auch das Baden mit Kindern eine beliebte Beschäftigung.

Noch erwähnenswert ist der geringe Tidenhub. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt auf den Kleinen Antillen selten mehr als 40 cm. Die über das ganze Jahr vorherrschenden angenehmen Wassertemperaturen von 25°C bis 30°C überzeugen.

Zudem gibt es auf den Kleinen Antillen nicht, wie in etwa in Deutschland, die typischen 4 Jahreszeiten. Eigentlich sind die Temperaturen das ganze Jahr über gleichbleibend zwischen 25°C und 30°C.

Ein weiteres Phänomen ist, dass die Tages- und Nachtzeit das Jahr über ungefähr gleich lang sind. Man kann es sich ganz einfach merken: Der Tag beginnt um 6.00 Uhr morgens und endet um 18.00 Uhr am Abend. Mit ein paar Minuten Unterschied lässt sich diese Definition auf das ganze Jahr anwenden.

Die beste Reisezeit der Karibik

Auf den Kleinen Antillen herrscht grundlegend ein gutes Reiseklima vor. Allerdings ist darauf zu achten, dass vor allem in den Monaten von August bis November immer wieder Hurrikane über die Inseln der Karibik hinwegfegen. Dies sollte bei der Reiseplanung mitberücksichtigt werden.

Geringe Hurrikangefahr

Die Wahrscheinlichkeit, dass allerdings genau zum gewählten Reisezeitpunkt die Insel von einem Hurrikan getroffen wird ist sehr gering!

Ein Überblick über die Inseln

Im Folgenden werden die einzelnen Inseln kurz dargestellt und deren Besonderheiten beschrieben.

Internet- und Buchrecherchen

Die Angaben beruhen ausschließlich auf Internet- und Buchrecherchen. Unsere eigenen Erfahrungen, Erlebnisse und auch Schwierigkeiten werden wir unter Besondere Erfahrungen darstellen.

Martinique

Martinique ist ein französisches Übersee-Département und zählt mit etwas mehr als 1100 km² zu den etwas Größeren der Kleinen Antillen. Diese Insel liegt zwischen Dominica und St. Lucia und ist ca. 80 Kilometer lang und 40 Kilometer breit.

Der Norden der Insel besteht zu großen Teilen aus Regenwald und Gebirgslandschaft und beinhaltet den 1390 Meter hohen Vulkan Montagne Pelée. Der Süden ist zwar ebenfalls gebirgig, aber um einiges niedriger und trockener.

Die Hauptstadt

Die Hauptstadt von Martinique ist Fort-de-France, in der der Großteil der 376.000 Einwohner lebt. Die Stadt ist geprägt von Zerstörung und Bränden und kann so nicht mit alten Baudenkmälern überzeugen. Dennoch ist am Hauptplatz, dem Place de la Savane einiges geboten. Bars, Cafés, Museen und Einkaufsmöglichkeiten, sowie Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen überzeugen.

Der Norden

Wer von Fort-de-France Richtung Norden unterwegs ist kann einen Abstecher nach Balata mit seiner sehenswerten Kirche Sacré Coeur machen, den botanischen Garten von Balata besuchen oder das ehemalige Fischerdorf Schnoelcher besichtigen.

Die frühere Hauptstadt St. Pierre im Norden der Insel zählt heute 4000 Einwohner und wurde einst komplett bei einem Vulkanausbruch verschüttet. Noch heute wird die Geschichte im dortigen Vulkanmuseum erzählt. Erholt hat sich die Stadt bis heute von dieser einmaligen Katastrophe der Karibik nicht.

Auch Le Precheur bietet einige Sehenswürdigkeiten und schöne Restaurants. Von hier aus kann man gut eine Wandertour zum Vulkan Montagne Pelée starten. Zudem findet man an der Anse Couleuvre schwarzen Vulkansand und eine fantastische Steilküstenkulisse. Und auch der etwas einfacher begehbare Anse Céron bietet tolle Bademöglichkeiten und einige Picknickplätze.

Der Norden überzeugt mit seiner Vegetation und dichten Regenwäldern und während man sich durch die Panoramastraßen schlängelt kommt man immer wieder in einem kleinen Bergdorf oder an einem schönen Aussichtspunkt vorbei.

Auch einen Abstecher wert ist der Besuch des Flusses Lézarde Rivière in dem man ein erfrischendes Bad nehmen kann. Etwas Besonderes ist eine geführte Flusswanderung in der Schlucht von Gorges de la Falaise bei der Badekleidung auf jeden Fall ein Muss ist.

Im Nordosten der Insel befindet sich das Fischerdorf Marigot mit seiner Süßwasserkrebse-Zucht, eine Rumdestillerie und La Trinité.

Der Süden

Im Süden von Martinique ist Les Trois-Illes, der Ort Les Anses d‘Arlet und auch die Grande Anse einen Besuch wert. Gemütliche Badebuchten und schöne Strandpromenaden überzeugen. Und auch der Diamantenfelsen, der Rocher du Diamant, ist von Les Anses d’Arlet aus gut zu beobachten.

Im Südosten findet man einen schönen Sandstrand des Fischerörtchens Ste-Luce. In dieser Gegend gibt es auch einige Felszeichnungen und die Rumdestillerie La Mauny.

In Le Marin befindet sich einer der größten Häfen der Karibik. Von dort aus können verschiedene Ausflüge unternommen werden. Auch Tauchschulen und andere Möglichkeiten die Unterwelt erkunden zu können bietet der Süden zu genüge. Auch Sainte-Anne, die Grande Anse des Salines mit weißen Stränden, sowie der Pointe d’Enfer sind lohnenswert.

Zudem gilt für Wassersportler die Anse Macouba als attraktiv und auch das kleine Städtchen Le Vauclin, das man auch als Hauptstadt des Südens bezeichnet, sowie die Stadt Le Francois sind einen Ausflug wert.