038 Unter Segeln nach Kolumbien

Da gibt es doch etwas zu erzählen

Da dachte ich doch tatsächlich es gibt von der Überfahrt gar nicht so viel zu berichten, aber ein paar Dinge sind dann doch noch zusammen gekommen…

Danke an die tolle Wettervorhersage

Erst einmal geht ein ganz großes Dankeschön an Uwe vom INTERMAR Amateur-Seefunk Verein, der uns im Vorfeld und während der Überfahrt mit einem super Wetterbriefing unterstützt hat und zudem an Rick, Captain der Sophisticated Lady, der uns auch mit Wetterdaten und Wetteraustausch geholfen hat.

Dank euch hatten wir eine tolle Überfahrt mit Wind von achtern, was für diese Strecke sehr ungewöhnlich ist. Ich würde sagen, wenn ich den Wind jetzt seit gestern hier beobachte, dass wir das perfekte Wetterfenster genutzt haben. Der Wind hat jetzt gedreht und pustet ordentlich, da hätten wir ganz schön auf die Nase bekommen, wenn wir dagegen aufkreuzen hätten müssen.

Start mit Kailani

Wir starteten unsere Überfahrt gemeinsam mit Paola und Michael und ihrer Kailani. Mega so gemeinsam auszulaufen und San Blas hinter sich zu lassen. Unsere Wege trennten sich aber schnell, da die Skipper unterschiedliche Routen wählten. Oli segelte und Michael wählte zu Beginn der Reise den Motor, um San Blas endgültig zu verlassen. Trotzdem hatten wir die beiden immer im Kopf und hofften, dass ihre Reise gut verläuft.

kailani

Wind, Wind blase…

Zu Beginn ging es langsam mit ca. 2 Knoten voran. Als wir dann gegen Nachmittag den Wind spürten ging auch die Geschwindigkeit nach oben und so segelten wir mit 3-4 und manchmal 4-5 Knoten voran. Wetterleuchten umgaben uns, keine Squals in Sicht und die Welle meinte es sehr gut mit uns, da sie kaum vorhanden war. Und auch die Seekrankheit blieb aus. Eine sehr gute Überfahrt.

Besuch aus der Tierwelt

Am Abend bekamen wir sogar Besuch. 2 kleine Vögel machten es sich auf der Reeling bequem und lauschten den Klängen der Ukulele.

sandras_konzert

Die Nacht verbrachten sie im Schutz der Sprayhood. Auch nicht schlecht, wenn man ein Übernacht-Taxi nehmen kann.

blinde_passagiere_ueberfahrt

Immer wieder schauten zur Abendzeit und Nachtstunde Delphine vorbei. Manchmal konnten wir sie nur Pusten hören manchmal sahen wir noch im Sonnenuntergang wie Gruppen am Bug spielten.

Porto Velero

Eigentlich planten wir einen kurzen Aufenthalt mit dem Boot in Cartagena, da der Wind auf für uns blies entschieden wir direkten Kurs auf Porto Velero unseren Zielhafen zu nehmen.

containerschiff

Vor Cartagena lagen sie wieder, die Giganten!

Ca. 30 Meilen vor Ankuft traf uns dann noch ein Squal mit einem ordentlichen Regenguss. So waren Oli und auch das Boot gleich Süßwasser geduscht. Anschließend war dann der Wind auch weg. Da wir es aber nicht eilig hatten konnten wir die Segel herunternehmen und für eine Weile driften.

Das Gute hierbei war, dass uns die Strömung mit 2 Knoten genau auf Kurs, und zwar wirklich genau, in Richtung Zielposition schob. Da ich tagsüber recht viel geschlafen hatte konnte ich diese Nachtschicht gut übernehmen und Oli etwas mehr Schlaf gönnen.

Das Einklarieren

So liegen wir nun im Porto Velero. Von hier aus werden wir die nächsten Wochen Kolumbien erkunden. Das Einklarieren des Schiffes hat gut geklappt, worauf wir gleich einmal nach den letzten Tagen einen Frucht-Cocktail getrunken haben. Günther, du bist klasse, vielen Dank für deine Spenden!

cocktail_guenther_colombia

Für unseren Stempel in den Pass mussten wir noch mit dem Agenten an den Flughafen fahren. Aber auch das hat nun geklappt und wir dürfen für maximal 2 Monate im Land bleiben. Ungefähr 4 Stunden fuhren wir mit Raphael, unserem privaten Taxifahrer, durch Baraquilla zum Flughafen.

Das war natürlich ein Spaß. Also, dass er uns gehört, das mit den 4 Stunden war voller Ernst. Aber für die Behörden kann der Hafen und der Agent nichts und wir müssen sagen, egal wen wir bisher hier kennen lernen durften: Alle sind sehr freundlich, hilfsbereit und jederzeit für uns da.

Kolumbien wir kommen

Das Schiff ist geputzt und die Lebensmittel verräumt. Olis Mama Johanna, sein Bruder Michi und dessen Freundin Bea werden sich am Sonntag auf den Weg nach Kolumbien machen, um gemeinsam mit uns das Land zu bereisen.

Bevor wir sie treffen möchten wir hier alles aufs Laufende bringen und ein letzte Treffen mit Paola und Michael in Cartagena starten. Wir melden uns dann wieder, hoffentlich mit einer ganzen Menge schöner Erlebnisse und Fotos im Gepäck. Bis dahin, bye bye!

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