040 Santa Marta und Minca

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Angelevent in Puerto Velero

Kaum im Hafen angekommen stand am Wochenende ein großes Fishing Event vor der Tür. Miguel brachte, da er am Wochenende arbeiten musste, seine Familie mit in den Hafen und wir durften sie kennen lernen. Samt Baby besuchten sie uns auf dem Boot und gemeinsam hatten wir großen Spaß. Auch wenn unser nicht vorhandenes Spanisch manchmal nicht ganz kompatibel war mit ihrem noch weniger vorhandenem Englisch. Aber das macht nichts, oft sagen Taten mehr als Worte.

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Bananenbrot und Co

Gemeinsam mit Isabella habe ich Bananenbrot gebacken und wir haben Schwimmen geübt, Oli hatte großen Spaß mit den Jungs im Wasser. Sie spielten Ball und die beiden Jungs probierten unser „Kaffeebord“ das Tutti uns hinterlassen at, aus. Die Jungs versuchten es nicht wie wir Zweck zu entfremden, sie nutzten das kleine Surfboard auch um darauf zu stehen und im Wasser Spaß zu haben.

Der Hafen war abends immer gut gefüllt mit Fischermännern aus Baranquilla, Santa Marta und Cartagena. Und zudem mit Fisch in unterschiedlichen Größen und Formen. Barracuda, Mahi-Mahi und mehr. Geangelt wurde aber eigentlich auf Merlin. Nur wer einen Merlin fängt misst die Größe und wirft ihn zurück ins Meer, da der Bestand hier doch reduziert ist.

Nebenbei eine tolle Zeit gehabt

Zudem haben wir ein paar Dinge weggearbeitet, sind im Pool geschwommen und haben andere Segler im Hafen kennen gelernt. Zudem haben wir einen tollen Abend mit Jairo verbracht. Gemeinsam haben wir Bier getrunken und Musik gehört. Jeder zeigte dem anderen für sein Land typische Musik.

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Santa Marta und Minca

Stadtführung mit Carlos

Anschließend ging es für uns ein paar Tage nach Santa Marta. Dort durften wir Carlos, den Cousin von Miguel und Miguels Tante Angela kennen lernen. Carlos ist Reiseführer in und um Santa Marta und war auch schon viel in Kolumbien und auch weltweit unterwegs. Wir profitierten von seinem perfekten Spanisch und konnten viel über Santa Marta lernen.

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Es ist faszinierend auch wie wenig Details man eigentlich achtet, wenn man die Hintergründe nicht kennt. Vor allem in Kirchen und auf öffentlichen Plätzen mit Brunnen ist viel versteckt.

Streetfood und Steakhaus

Außerdem bietet Santa Marta viel Platz, um eine ausgelassene Zeit zu haben. Da wir ein Hostel ohne Küche hatten probierten wir unterschiedliches Streetfood und machten etwas Besondres: Wir gingen in ein Steakhaus und suchten uns aus, was uns gefiel. Dazu gab es einen Cocktail.

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Dabei dachten wir ganz fest an meine Freundin Annika und ihre ganze Familie, die uns für einen ganz besonderen Abend gespendet hatten. Es war super! Und die Krönung kam zum Schluss: Ein Eis durfte es sein! Aber erst am nächsten Tag, da wir am Abend so vollgefressen waren. Wir haben viel gelacht und über euch gesprochen liebe Familie Oesterle! Dankeschön!

Sprechen Sie Deutsch?

Und dann passierte noch etwas Besonderes. In einer Bäckerei die uns Carlos für einen guten Kaffee empfohlen hatte wurden wir angesprochen, ob wir deutsch sprechen. Javier, der eine Freundin in Deutschland hat hatte Spaß daran mit uns Deutsch zu sprechen und gemeinsam verbrachten wir Zeit in der Bäckerei.

Anschließend zeigte er uns seine Wohnung und bot uns an, hier übernachten zu können. Er kennt viele Leute im Umkreis und kann für die Zeit „ausziehen“. Das haben wir so noch nie erlebt und es hat uns fasziniert, auch wenn wir schon eine Unterkunft für die Nacht hatten. So viel Gastfreundschaft findet man nicht alle Tage.

Mit dem Motorrad und zu Fuß

Anschließend wollten wir zu einer Motorradtour aufbrechen. Leider hat der Guide einen Tag vor Start abgesagt und der Organisator stand genauso wie wir ohne Guide mit Motorradführerschein da. Naja, so entschieden wir uns ein paar Tage zu trennen. Oli nahm sich für 2 Tage ein Motorrad auf eigene Faust und ich fuhr mit dem Bus nach Minca.

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Ich wählte den Weg zu Fuß in die Berge und Oli auf zwei Rädern. Am Abend beim Abendessen konnten wir beide von tollen Erfahrungen berichten. Und vor allem wieder sehr hilfsbereite Zusammenkünfte mit Einheimischen. Die Menschen in Kolumbien sind wirklich sehr nett. Und die Fotos der Natur sprechen denke ich für sich.

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Wenn man sich dazu noch die frische Bergluft, das Zwitschern der Vögel und den Duft von frischem Kaffee vorstellt wird es perfekt.

Am nächsten Tag fuhr Oli noch Richtung Palomino mit einem Abstecher zu einer Finca und einem Einheimischendorf in den Bergen. Ich wanderte mit Einheimischen in den Bergen, an Wasserfällen und Flüssen entlang.

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Das Ende

Am Ende des Ausflugs trafen wir uns wieder. Wo? Da ich früher ankam saß ich bereits mit Javier in der Bäckerei in der wir uns getroffen hatten und Oli kam dazu. Ein toller Abschluss von ein paar tollen Tagen.
Bevor es zurück ging gab es ein letztes Eis für Oli. Ein Rolleis sollte es sein, dieses haben wir auf Fred gegessen. Vielen Dank hierfür, auch an euch denken wir oft. Wir hoffen es geht euch gut!

Das macht uns nachdenklich

Was uns dennoch nachdenklich gestimmt hat und auch jetzt im Nachhinein tut ist die Armut der Menschen. Wir denken wir reisen mit kleinem Buget, hier schlafen die Menschen auf der Straße und freuen sich über eine leere Plastikflasche die sie in großen Mengen gegen kleines Geld tauschen können. Kinder die auf den Straßen betteln sind keine Seltenheit.

Man möchte helfen, tut es manchmal, weiß aber im Endeffekt nicht wie. Aber man ruft sich ins Bewusstsein wie gut es einem selbst geht und wie dankbar man sein kann in einem so tollen Elternhaus aufgewachsen zu sein in dem einem alle denkbaren Türen offenstehen.

Baranquilla mit Miguells Familie

Bevor es zurück aufs Boot ging stoppten wir in Baranquilla. Miguel wohnt hier mit seiner Familie und wir haben uns sehr gefreut, dass wir sie zu Hause besuchen durften. Alle empfingen uns freundlich. Sie kochten für uns typisch kolumbisches Essen und zeigten uns wie sie zusammenleben.

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Softball und Mehlparty

Gemeinsam schauten wir das Softball Spiel um die Ecke. Das Winning-Team feierte anschließend einen Geburtstag und auch wir bekamen Kuchen und Cola. Und plötzlich wurde es weiß um uns. Sie bewarfen uns mit Maisstärke, das ist hier Tradition an Karneval. Da sie gemerkt hatten, dass wir „neu“ in der Stadt sind hatten sie beschlossen uns dieses Erlebnis zu ermöglichen. Wir hatten Spaß und Oli tanze Salsa. Ein gelungener Abend. Vielen Dank hierfür!

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Was die Menschen über uns wissen möchten

Über was ich bis jetzt nachdenke ist, dass uns Leute fragten, warum wir ein gutes Leben in Deutschland aufgeben und in ein unsicheres Leben auf das Meer gehen. Dort kommt es zu Gefahren und auch in Ländern wie Kolumbien sind wir nicht immer sicher. Wir haben versucht unsere Sichtweise zu unserer Reise darzustellen, aber ich kann auch wenn ich darüber nachdenke deren Sichtweise verstehen. Es ist interessant, wie Menschen auf anderen Kontinenten unser Leben und unsere Sicherheit in Europa wahrnehmen.

Andererseits treffen wir immer wieder Menschen aus Europa oder auch Australien die gerade in Länder wie Kolumbien gehen und gewissen Regeln entfliehen. Und dann gibt es uns, die dazwischenstehen, die ihre Reise sehr genießen, das alles sehr zu schätzen wissen, aber dennoch wissen, woher wir kommen und was wir auch für Vorteile in unserer Heimat haben. Es wird uns gerade hier bewusst, wenn wir die Chance haben in das Leben der Einheimischen einzutauchen, wie die Welt funktioniert. Und diese Erfahrung wird uns keiner mehr nehmen.

Brot und Magdalena River

Am Tag darauf machten wir gemeinsam Brotteig und spazierten über die Boulevard am Magdalena River entlang. Zudem lernten wir ein weiteres einheimisches Gericht und der nächste Besuch wird dies alles probieren dürfen. Oder müssen? Das werden wir sehen. Auch wenn unser Spanisch nicht sehr gut ist konnten wir uns unterhalten und hatten eine gute Zeit bei Miguels Familie. Jedes Familienmitglied nahm uns so toll auf, das hat uns sehr beeindruckt.

Vielen Dank für die schöne Zeit!

Wir zeigten Isabella noch wie man Brownies macht bevor es für uns nach einer Einkaufstour (das Boot musste mal wieder etwas Proviant bekommen, es war leer gefressen) zurück auf das Boot ging. Müde aber zufrieden ging es nach dem Verstauen (das dauert gefühlt immer Stunden, bis alles an seinem Platz ist) ins Bett.

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Wasser marsch

Jetzt sitzen wir hier und reparieren unsere Fußpumpe, da sie ein Leck hat. Die Dichtung hatte wohl den Geist aufgegeben. Aber zum Glück ist Oli hier so fit und kann solche Dinge relativ einfach beheben. Ich bin froh, dass wir den Fehler gefunden haben.

Cartagena wir kommen

Außerdem präparieren wir das Boot, denn es geht wieder los! Zwar nur 50 Meilen an der Küste entlang, aber immerhin. Cartagena ist das nächste Ziel. Dort stehen auch schon wieder einige Dinge an, aber das erzählen wir dann wenn es so weit ist. Jetzt muss erst einmal das Segel ausgepackt werden, ich freue mich, wenn der Wind uns um die Nase weht. Und er weht ganz gut…

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