036 Ein lachendes und ein weinendes Auge

kaffeepause

Abschied nehmen ist schwer…

Wie schon erwähnt war die letzte Zeit etwas hektisch. Wir haben versucht neuen Proviant zu lagern, zu schauen, dass das Boot in Ordnung und sauber ist, Besorgungen zu erledigen und nebenbei eine tolle Zeit mit unseren Freunden den Tuttis zu verbringen. 

Nach nun mehr als einem halben Jahr heißt es Abschied nehmen. Unsere Wege werden sich nun erst einmal trennen. Fast gleichzeitig stehen wir in den Startlöchern: Wir machen uns, wenn alles nach Plan läuft, auf den Weg nach Kolumbien, Jenneke, Bart und Suze gehen zurück in ihre Heimat Holland. 

Wenn wir so an die letzten Wochen denken müssen wir sagen, schön, solche Menschen als Freunde zu haben. Egal ob bei einem Floating Coffee im Meer, Apfelkuchen im Fort, Maultaschen auf der Ui, guten Gesprächen über das Leben, Diskussionen über aktuelle Themen die hoffentlich gewinnbringend waren, gegenseitiger Hilfe und vielen mehr: Wir hatten eine tolle Zeit. 

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Und das sind nur die Erlebnisse der letzten Wochen hier in Portobelo. Zuvor konnten wir viele Blogbeiträge mit der Anwesenheit der Tuttis füllen: Das ein oder andere Mal San Blas, wandern in und um Portobelo, ein Ausflug nach El Valle de Anton… Wir haben es sehr genossen und wünschen euch auf diesem Weg nochmal alles Gute und eine tolle Zeit in den Niederlanden! 

Auch wenn wir etwas traurig sind sind wir froh und dankbar für jede gemeinsamen Tag. 

Hallo Tane, schön, dass du da bist!

Und auch unsere Reise soll nun weiter gehen. Wie oben schon erwähnt steht Kolumbien auf dem Plan. Aber nun erst mal von vorne. Zuerst einmal etwas anderes, auf das wir uns schon lange gefreut hatten:

Auf geht’s nach Boquete

Am Dienstag ist Tane angereist und gemeinsam sind wir mit dem Bus nach Boquete gefahren. Nachdem wir sie vom Flughafen abgeholt hatten ging es auch direkt los. Am Busterminal sagte man uns, dass in 10 Minuten der letzten Bus an diesem Tag abfährt, also rannte ich noch schnell zum Bäcker für etwas Proviant und los ging es.

Gefühlt hatten sie die Klimaanlage so weit herunter gedreht, dass man sich wie in Sibirien fühlte. Aber wir haben es überstanden und kamen, nicht ganz wie geplant, nachts um 2 in David an. Von dort aus ging es mit dem Taxi nach Boquete, wo natürlich nachts alles geschlossen hatte. Also machten wir es uns auf der Terrasse unserer Unterkunft „bequem“ und versuchten noch eine Weile zu schlafen. 

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Dort fand uns die Inhaberin der Unterkunft und war so freundlich uns bis zur Check Inn Zeit mit in die Stadt zu nehmen. Dort gab es einen Kaffee und gute Gespräche. 

Am Nachmittag waren wir froh früh in der Unterkunft zu sein, denn es regnete wie aus Eimern. Dafür war der nächste Tag super klar und perfekt ohne Regen. 

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Die 3 Wasserfälle

Vor hatten wir den Sendero los Quetzales zu gehen. Gekommen ist es anders als wir dachten. Begonnen hat alles damit, dass der Taxifahrer an einer Brücke halten musste, die renoviert wird und die er nicht passieren durfte. So ging es erst einmal einige Kilometer zu Fuß bergauf, bis zum Eingang des Wandertrails. Endlich oben angekommen erklärte uns ein Mann, dass dieser bis November geschlossen ist. Schade. Also ging es den halben Weg an Erdbeerfeldern zurück.

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Dort liegt nämlich (in diesem Fall glücklicherweise) der Eingang zu den 3 Wasserfällen. Also machten wir uns auf den Weg diese zu erkunden. Und es hat sich gelohnt. Eine Wanderung durch den Regenwald und über Stock und Stein, entlang von 3 wunderschönen Wasserfällen, was will man mehr? Ach ja, Sonne. Und genau die hatten wir. Den ganzen Tag, nicht zu viel und nicht zu wenig, dafür durchgehend. Ein schöner Tag!

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Der Vulkan Baru

Auch hier hat Corona einiges geändert. Es ist nicht mehr möglich den Vulkan mit dem eigenen Auto zu erkunden und eine Wanderung auf seine Spitze ist derzeit erst ab 4 Uhr morgens gestattet. Diese Voraussetzungen und unser nicht Wissen, ob unsere Körper 13 Kilometer und 6 Stunden bergauf gehen können, sowie der stolze Preis von 100 Dollar pro Person, wenn man sich mit dem Cheep auf den Vulkan bringen lässt, haben uns dazu gebracht dieses Erlebnis zu vertagen. 

Heiße Quellen bei 30°C?

Stattdessen haben wir uns für eine Wanderung zu den Heißen Quellen entschieden. Wir waren froh, dass wir nach dem Bad im knapp 40° C warmen Wasser eine kühle Erfrischung im Fluss nehmen konnten. Ein tolles Gefühl, wenn alles noch so natürlich sein darf. 

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Auf dem Rückweg haben wir mal wieder tolle Erfahrungen mit Einheimischen gemacht. Zuerst durften wir auf der Laderampe eines Farmers mitfahren, anschließend kam kein Bus zurück nach Boquete. Eine Frau schleuste uns in einen Bus in die richtige Richtung und half uns beim Umsteigen. Perfekt. Und schon wieder ging bei einem leckeren selbst gekochten Abendessen und einer Runde Karten ein toller Tag zu Ende. 

Überall nur Kaffee

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Und nun war es so weit. Da Panama mit zu einem der größten Kaffeeanbaugebiete zählt, das mit guter Qualität überzeugt, machten wir eine Kaffeetour. Zuerst erfuhren wir viel über die Kaffeepflanzen und die Ernte. Anschließend zeigte uns Arturo sein Café und seine Rösterei. Hier erfuhren wir, wie man Kaffee verkostet, nach welchen Kriterien guter Kaffee beurteilt wird und wie unterschiedlich Kaffee schmeckt. Ein sehr interessanter Ausflug. 

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Portobelo

Anschließend sammelten wir unser Gepäck ein und bei einer Nachtfahrt ging es im Eiswagen zurück nach Panama City. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Sabanitas für ein paar Besorgungen ging es zurück auf das Boot nach Portobelo. 

In Portobelo zeigten wir Tane das bunte Dorf und wie man richtig Karten spielt (Oli hat irgendwie ständig verloren). Zudem machten wir nochmals eine kleine Dinghy Fahrt durch den Fluss.

Und dann hieß es auch Abschied nehmen. Wir sagten „Tschüss“ zu all den lieben Menschen die wir in der letzten Zeit hier kennen gelernt haben, hatten ein letztes gemeinsames Abendessen mit der Crew von Nomad und haben ausklariert. Ein neues Kapitel kann nun starten… 

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