020 Kleine Programmänderung

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Wir tauschen A wie Aruba gegen B wie Bonaire

Kommando zurück…

… wir revidieren unseren vorletzten Blogeintrag. Der ein oder andere hat es sicherlich gesehen, dass wir uns auf der Live-Karte lange Zeit trotz Ankündigung nach Aruba zu fahren nicht bewegt haben.

Das hat folgenden Grund: Unsere Pläne haben sich zerschlagen. Aber nicht, weil wir uns das so gewünscht haben. Ansich hatten wir uns echt ausführlich informiert und wollten unseren Ankunftstag in Aruba lediglich um einen Tag nach hinten schieben.

Da es sich hierbei um einen Samstag gehandelt hätte ergriff Oli erneut das Telefon. Er wollte wissen, ob ein Wochenendzuschlag auf uns zukommt. Der Mann am anderen Ende war sehr freundlich und hilfsbereit und es schien alles zu klappen, doch dann kam eine E-Mail.

Ein Test wird nun nur noch akzeptiert, wenn er vor Ort durchgeführt wird. Die Auflistung der Kosten war plötzlich ziemlich hoch (über 450$). Und wir etwas traurig, da wir nicht bereit waren dies für einen nur kurzen Aufenthalt in Aruba zu bezahlen.

Arztbesuch der uns zudem aufgehalten hat

Zudem musste ich zwischenzeitlich noch kurz beim Arzt vorbeischauen. Das Dengue Fieber im November hat seine Spuren hinterlassen. Nachdem mir nun gefühlt zweidrittel meiner Haare ausgefallen sind (da bin ich ganz schön erschrocken als ich tagelang Büschel von Haaren in der Hand hielt) beschloss ich vor der Abreise den Friseur aufzusuchen.

Ich ging mit einem neuen Haarschnitt und gleichzeitig mit der Befürchtung Schuppenflechte auf der Kopfhaut zu haben nach Hause.

Also beschloss ich vor der Abreise einen Termin beim Arzt zu machen. Jetzt weiß ich, dass es sich um Schuppenflechte handelt, die man aber wohl mit speziellen Shampoos gut in den Griff bekommen kann. Gleichzeitig weiß ich, dass es sich bei meinen nicht heilenden Sandflohbissen um eine bakterielle Infektion handelt, die jetzt auch behandelt wird.

Dienstag Vormittag! Endlich!

Endlich! Am Dienstag, 23. Februar haben wir es geschafft. Wir haben den Anker in Spanish Water gehoben und sind Richtung Klein Curacao gesegelt. Die Wettervorhersage war ganz gut, der Wind zwar etwas stärker aber konstant und die Welle mittelmäßig.

Was dann geschah

Uns war schon klar, dass wir gegen Strom und Welle nur schwer voran kommen. Dass aber gleich eine ganze Naht vom Großsegel reißt, damit hatten wir nicht gerechnet.

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So hatten sich die Vorhaben vor Anker gemütlich ein Buch zu lesen zerschlagen. Nähen war angesagt und das bei einem etwas unruhigen Ankerplatz. Und tatsächlich. Die letzten Stiche machten wir bei Dunkelheit mit der Taschenlampe, aber wir wurden fertig und so konnte die Reise weiter gehen.

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Weiter geht’s

Nach einer kurzen Nacht ging es weiter Richtung Bonaire. Wir hatten schon extra den kleinen Regenschauer noch durchziehen lassen um geradewegs in einen riesen großen zu fahren. So wurden wir geduscht: Mit Salzwasser von unten, mit Regenwasser von oben. Da hätten wir mal das Shampoo auspacken sollen.

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Aber jetzt ist es so weit, wir sind angekommen und ich muss sagen wir haben Bon Air. Die Insel liegt vor uns, der Sonnenuntergang liegt hinter uns und glasklares Wasser, Fische und andere Meeresbewohner liegen unter uns. Wir freuen uns auf neue Riffe und neue Inselerkundungen.

Außerdem freuen wir uns darauf euch von einer neuen Insel erzählen zu dürfen.

Was zwischendurch geschah…

Jetzt sind ja doch wieder ein paar Tage ins Land gegangen. Und uns kommt es so vor, als wenn die Zeit an uns vorbei fliegt. Wir haben die etwas bewölkten Tage genutzt um an Deck etwas Rost zu entfernen,  einige Stellen neu zu streichen und nochmal Wasser zu tanken.

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Besorgungen

Zudem haben wir weitere Kleinigkeiten an Deck erledigt, unsere Wäsche gewaschen und neu aufproviantiert. Ist man auf Curacao mit dem Bus unterwegs, ist man gefühlt auch den ganzen Tag unterwegs. Es gibt einen Fahrplan, der angibt wann der Bus in Willemstad abfährt.

So kann man sich in etwa ausrechnen, wann er an der auserwählten Bushaltestelle sein mag. Mal früher, mal später. Zweiteres überwiegt hierbei. Zudem fährt er stündlich oder auch mal nur alle zwei Stunden. Und so ist man für kurze Erledigungen eben eine Weile beschäftigt.

Schnorcheln, schnorcheln, schnorcheln

Nebenbei waren wir des Öfteren an verschiedenen Spots beim Schnorcheln, haben uns mit anderen Seglern getroffen und deren spannenden Seglergeschichten gelauscht.

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Zeit mit lieben Menschen

Mit Bernd und Beate haben wir immer wieder den Sonnenuntergang genossen und das ein oder andere Match Rummikup gezockt. Da die anderen eine gute Stimmung wollten, haben sie mich ab und zu gewinnen lassen (Der, der mich kennt weiß, wie gut ich verlieren kann). Aber wer mich noch besser kennt, weiß auch, wie ich verrückter Weise machen kann, dass ich gewinne. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Mit Gerd und Herbert, die wir auf dem Weg zum Supermarkt kennen gelernt haben, haben wir erzählt, Weinchen mit selbstgemachtem Bounty genossen und uns von deren jahrelangen Segeltrips inspirieren lassen. Wir sagen nur: Nacken oder dancen? Oder nacken dancen? Jeder entscheidet selbst. (Kleiner Insider am Rande)

Das muss gesagt sein

Auch wenn ich es sehr oft erwähne: Wir sind echt froh, dass wir immer wieder die Chance bekommen erfahrene Segler kennen zu lernen, deren Geschichten und Erfahrungen zu hören und davon zu profitieren. Egal wohin unsere Reise geht, wir wissen, dass es überall auf der Welt schöne Flecken gibt und es das Erlebnis wird, das wir daraus machen! Und darin werden wir stets bestärkt.

Und da möchte ich auch unsere Familie nennen und alle unsere Freunde und Bekannte die sich auf der Welt verteilen: Ihr macht uns Mut, dass unsere Reise auch mit Grenzschließungen, Corona-Tests und dem ganzen weltweiten Chaos weitergeht, das wissen wir sehr zu schätzen!

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Und dann ist da noch Louis

Louis musste auch einiges mit uns mit machen. Wir hatten ihn gebeten uns beim Ausklarieren, Einkaufen und Testing zu unterstützen. Durch das ganze Hin und Her und die Uneinigkeiten der Hafenbehörden musste er sehr flexibel mit uns sein. Es ist toll, dass er uns dennoch geholfen hat und das mit Freude.

Sandi und Oli ein Bier oder einen Cocktail ausgeben

Wir haben uns für euch (oder für uns?) etwas einfallen lassen. Auf unserer Sidebar (beim Smartphone einfach weit nach unten fahren) findet ihr nun einen neuen Button mit einem Kompass. Hier könnt ihr uns, wenn ihr Lust habt, ein Bier oder einen Cocktail ausgeben.

Wer uns ein Bier oder einen Cocktail ausgibt bekommt natürlich auch ein originelles Foto von uns. Zudem stoßen wir gerne mit euch an, ich denke da findet sich ein guter Weg. Je nachdem wie gut die Internetverbindung ist vielleicht sogar „Face-to-Face“.

Alle anderen dürfen sich auf die Fotos im jeweiligen Blogeintrag freuen. Wir sind gespannt, wer sich mit uns abkühlt.

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4 Kommentare

    • Hehe. Das war wirklich so. Und das über Stunden. Und Oli zog sich seit Reisebeginn das erste Mal eine Jacke über 🙂 Und das muss was heißen.

  1. Hallo Herr Muschner,

    Wir waren schon selbst auf Aruba mit der Aida und ich hatte mir einen sakrischen Sonnenbrand geholt beim Baden, der mich eine paar Tage doch ziemlich plagte,.
    Von dort aus fuhren wir dann nach Costa Rica und Panama. Auf der Rundreise waren wir auch auf Bonaire, dort mit einem Katamaran zu einen Schnorcheltag auf See, war ein tolles Erlebnis, überhaupt unter Wasser haben wir Schildkröten und tolle Fische gesehen.
    Wir sind mit dem Kataraman über das Riff getrieben, denn es wurde ein Seil hinterhergezogen wo wir uns angehängt haben. Wäre gerne dort wieder unterwegs
    denn wir hatten eine tolle Stimmung an Board, die Crew war sehr freizügig
    mit dem Ausschenken von Karibischen Drinks.
    An Bord der Aida gings weiter, denn am Abend war eine karibische Nacht angesagt mit super Musik.
    Genießen Sie beide diese tolle Ecke weiterhin.

    Grüsse Rainer Mambrey

    • Hallo Herr Mambrey,
      ja hier ist es echt klasse.
      Auch wir sind hier täglich am Schnorcheln und das Riff beginnt quasi direkt unter unserem Boot.
      Ein paar Meter weiter kommt dann ein Drop Off, so dass wir auch etwas an unserer Tauchdauer arbeiten können;-)

      Was uns auch hier wieder sehr auffällt ist die Freundlichkeit der Leute in der Karibik,
      wobei wir schon auch etwas spüren, dass die ABC-Inseln allgemein etwas touristischer angeschlossen sind, z.B. im Vergleich zu SVG.

      Viele Grüße auch an die weiteren Kollegen

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